By Janine Mossuz-Lavau

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Soziologie der Zweierbeziehung: Eine Einführung

Die Pluralisierung von Beziehungsformen macht eine Soziologie der Zweierbeziehung erforderlich, die sowohl Ehen wie auch nichteheliche Formen einbezieht. In dieser Einführung werden die bislang verstreuten Beiträge gebündelt, systematisiert und in einer (mikro-)soziologischen Perspektive verdichtet. In Unterscheidung zu einem individuumszentrierten Ansatz, wie er in der Psychologie und der Paartherapie verankert ist, werden Zweierbeziehungen in der culture von Georg Simmel, Alfred Schütz und Erving Goffman als ein genuin soziales Phänomen aufgefasst.

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So erzählt beispielsweise eine Frau, die heute als Krankenschwester arbeitet, sie habe mit 19 ihren Freundinnen immer ein bisschen als Handlangerin gedient. Einmal waren sie auf einer Party, und ihre Freundin wollte mit dem Jungen, [16] Hugues Lagrange, Brigitte Lhomond, op. , S. 90. [17] Les comportements sexuels en France, op. , S. 122. den sie dort kennen gelernt hatte, nicht ins Bett gehen. »Also drehte sich ihr Typ zu mir um, na, und dann passierte es einfach. « Sie hatte sich gesagt: »Mit 19 wird’s nun aber echt höchste Zeit …« Und so geschah’s dann eben.

Diese Studie bietet diesbezüglich ein im Ganzen ermutigendes Bild. Die Jüngeren haben in großer Mehrzahl beim ersten Mal ein Präservativ benutzt. Für die meisten von ihnen scheint das kein Problem zu sein. Es gibt ja dieses Gerede von der »Generation Aids«, der »Generation Kondom«, und dass sie keine Wahl hätten. Aber mit einigen musste darüber doch erst verhandelt werden. Und selbst für die heute 20-Jährigen ist der Gebrauch eines Kondoms nicht immer selbstverständlich. So erzählt Alexandra, sie sei es gewesen, die auf einem Präservativ bestanden habe; ihr Partner hätte dies nicht sofort akzeptiert.

Bei den islamisch aufgewachsenen Frauen wird die Monatsregel als eines der Ereignisse genannt, die kennzeichnend für die Entdeckung der Sexualität waren, viel öfter als bei Frauen französischer Abstammung. Das hat seinen Grund: Sehr oft hatte man ihnen nichts darüber erzählt, und sie bekamen es mit der Angst. »Ich hatte totale Panik, weil man mir nichts darüber gesagt hatte«, erinnert sich Samia, die nicht einmal daran denkt, ihrer Mutter etwas davon zu sagen, und sich lieber an eine Cousine wendet.

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