By Eberhard Steiner

In der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) sind die Architektenhonorare verbindlich festlegt. In letzter Zeit wird verstärkt über ihre Abschaffung diskutiert. Die Berufsvertreter reagieren heftig auf derartige Vorschläge: Sie wollen die HOAI erhalten. Aber auch die Bundesländer sind weiter an einer Honorarordnung interessiert. Daher ist eher eine Reform der HOAI zu erwarten als ihre Abschaffung.

Eberhard Steiner präsentiert einen Überblick über die Geschichte der Honorarregulierung sowie einen internationalen Vergleich. Anschließend untersucht er die HOAI aus der Perspektive der Agency-Theorie und analysiert die Informationsasymmetrien zwischen Bauherren und Architekten in unterschiedlichen Stadien der Vertragsbeziehung. Der Autor zeigt die Agency-Gefahren für traditionelle und cutting edge Wettbewerbsformen auf und schlägt ein flexibles, modularisiertes und auf asymmetrische Bonuszahlungen gegründetes Honorarsystem vor.

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87-107; Hacker (Transformation 1995); Muller (Anreizstrukturen 2000). Vgl. Hoffmann (Krankenhaus 1989); Ernst (Krankenhaus-Controlling 2000). Vgl. z. B. Schneider (Arzt-Patient-Beziehung 1998). Vgl. Ewert (WirtschaftsprUfung 1990); Ewert/Stefani (WirtschaftsprUfung 2001); Husemann (Reputation 1992). Vgl. Bonus/Pauk(Wohnungsbaupolitik 1994). Vgl. Gluck (Immobilienmakler 1997). Vgl. Kursatz (Bauvertrage 1995), zu einer institutionenOkonomischen Analyse vgl. auch Schulz-Eickhorst (Problemanalyse 2002).

Die Beitrlige von Jensen/Meckling (Agency Costs 1976); Fama (Agency 1980); FamaiJensen (Separation 1983). Zur normativen Agency-Theorie vgl. Muller (Informationsgehalt 1995); SchmidtITheilen (Agententheorie 1995). Grundlegend ist das Modell von Grossman/Hart (Analysis 1983). Zu den verschiedenen Ausrichtungen der normativen Agency-Theorie vgl. Breid (Verhaltenssteuerung 1995), S. 823; Ross (Problem 1973); Jensen/Meckling (Agency Costs 1976); vgl. zur finanziellen Agency-Theorie auch Hax (Finanzierungstheorie 1993), Sp.

Godel (Mathematica 1992), S. 55-70, Rdn. 186-196. Vgl. ausfiihrlich z. B. Terberger (Ansatze 1994); Richter/Furubotn (Institutionenokonomik 1999); Neus (Einfiihrung 2003), S. 9-11 . 4 I Einleitung Auch die Verordnung tiber Honorare flir Leistungen der Architekten und Ingenieure (HOAI)17 ist eine Institution. Eine Analyse unter dem Gesichtspunkt der Institutionenokonomik erscheint daher vielversprechend. Die Delegationsbeziehung zwischen dem Bauherrn l8 (Prinzipal) und dem Architekten (Agent) kann in der Terminologie und Methodik der Agency-Theorie interpretiert werden.

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