By Lilo von Sterneck

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Soziologie der Zweierbeziehung: Eine Einführung

Die Pluralisierung von Beziehungsformen macht eine Soziologie der Zweierbeziehung erforderlich, die sowohl Ehen wie auch nichteheliche Formen einbezieht. In dieser Einführung werden die bislang verstreuten Beiträge gebündelt, systematisiert und in einer (mikro-)soziologischen Perspektive verdichtet. In Unterscheidung zu einem individuumszentrierten Ansatz, wie er in der Psychologie und der Paartherapie verankert ist, werden Zweierbeziehungen in der culture von Georg Simmel, Alfred Schütz und Erving Goffman als ein genuin soziales Phänomen aufgefasst.

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Dabei kann man zwischen den Zeilen lesen, daß es zwischen Mozart und seinem Bäsle sehr wohl ein intimes Verhältnis gegeben haben muß: Schäferstündchen im Keller, in einer Mauernische auf der Straße, unter einem Kastanienbaum und einmal in der Buchbinderei des Onkels bei einer Druckerpresse. Mozart schreibt seine Briefe nicht mehr nach Augsburg. Das Bäsle lebt nicht mehr dort. Sie ist mit ihrem inzwischen zur Welt gekommenen unehelichen Kind des Domherrn nach Bayreuth gezogen. Am 6. Dezember des Jahres 1791 kommt noch ein Brief von Maria Anna Thekla Mozart in Wien an.

Dann soll's in Gottes Namen auch hereinkommen. Aber, Augenblick noch: Wie heißt der Mensch eigentlich? « Der Hofmarschall räuspert sich: »Blanchard. « Minuten später steht Blanchard vor dem Kaiser. Er verneigt sich und flüstert untertänig: »Majestät erlauben, daß ich Ihnen meine Frau und Mitarbeiterin vorstelle. « Leopold II. gibt dem Mann die Hand und läßt seine Blicke wohlgefällig über Madame Blanchard gleiten. Die Frau wirkt durch ihre Schlankheit knabenhaft. Aber gerade das reizt den Monarchen und bringt ihn aus der Fassung.

Noch heute nacht. Bereite alles vor, damit ich ungeniert einsteigen kann. Niemand darf uns entdecken. Ich will dich dafür mit Goldstücken, Schmuck und Kleidern belohnen. Du bist das schönste Weib, das mir je begegnet ist. « Ludmilla Bayerhammer nickt. Sie bebt erregt. Sie weiß nicht, was plötzlich mit ihr ist: Es war schön mit dem Maler zu schlafen. Aber sie fühlt, daß es mit dem Fürsten aufregender sein wird. Er küßt sie und flüstert ihr im Gehen zu: »Ich komme heute nach Mitternacht zum Haustor.

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